Zur Geschichte des Stadtwerkefestes

Bis 2000 gab es jährliche Großkundenveranstaltungen bei der EWP für etwa 400 Firmen, die in Potsdam beliefert wurden. Solche Kundenbindungsveranstaltungen sind gängige Praxis, jedoch standen den etwa 400 Firmen rund 100.000 Privatkundinnen und Kunden gegenüber, die nicht bedacht wurden. Daher kam die Idee auf, auch diesen ein Dankeschön zu präsentieren. Zur Gründung der Stadtwerke 2000 und der neu Errichtung des Betriebshofes des VIP im Jahr 2001 entstand dann die Idee alle Potsdamerinnen und Potsdamer zu einem Volksfest einzuladen und ihnen dabei die neuen Stadtwerke sowie den neuen Betriebshof zu präsentieren.

Der Erfolg des Festes war unglaublich. Etwa 30.000 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung. Aufgrund des großen Zuspruchs entschieden wir uns spontan das Stadtwerkefest zu wiederholen. Auf Anregung des damaligen Oberbürgermeisters und Aufsichtsratsvorsitzenden Matthias Plazeck wurde ein Platz im Herzen der Stadt gesucht, der noch mehr Platz für die Besucherinnen und Besucher zur Verfügung stellen konnte. Schnell war der Lustgarten als Festgelände gefunden. Groß genug für die vielen Interessierten und nahe bei den Kundinnen und Kunden, den Potsdamerinnen und Potsdamern.

Mit der neuen Größe des Platzes wurden auch die Acts größer. Gary Moore, Jethro Tull, Peter Maffay und viele mehr bespielten die große Bühne. Die zunehmenden Kosten waren, da ansonsten auf große Werbeaktionen verzichtet wurde, auch stets vom Werbetat der Stadtwerke gedeckelt. Die Entwicklung des Stadtwerkefestes zum Volksfestes bekam aber auch von zahlreichen Sponsoren viel Zuspruch, was wiederum die Kosten für die Stadtwerke weiter reduzierte.

Die größere Bühne des Veranstaltungsortes und damit die höheren Kosten für Auf- und Abbau führten dazu, das Fest zu verlängern und damit auch ein breiteres Angebot anderer Stilrichtungen anbieten zu können. So kamen, zu dem ursprünglichen Pop- und Rock-Musikevent, der Klassik- und der Familientag hinzu. Die Ausweitung des Festes bot zudem auch Künstlerinnen und Künstlern aus der Stadt die Möglichkeit ihre Kunst gebührend auf der ganz großen Bühne präsentieren zu können.

Das Stadtwerkefest zog in den folgenden Jahren jeweils bis zu 100.000 Menschen an. Zusammen mit Sponsoren, Chören wie Künstlerinnen und Künstlern aus der Stadt ist aus einer reinen Kundenbindungsveranstaltung ein Highlight im Veranstaltungsjahr Potsdams und ein ganz besonderes Fest entstanden.